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DIGITAL MARKETING

  • Veröffentlicht am 2nd August 2013

Omnicom-Publicis Fusion: nach der Theorie kommt die Praxis

Seit Samstag ist die Kommunikationsbranche in Aufruhr aufgrund eines neu gebildeten Medienkonglomerates. Durch ihren Zusammenschluss bilden Publicis und Omnicom das größte Werbenetzwerk der Geschichte, mit mehr als 130.000 Mitarbeitern.

Größenvorteile alleine waren bei Media Agenturen bisher nie effizient, daher ist diese Fusion in mehr als nur finanzieller Hinsicht von Bedeutung.

Die Größe allein lässt die Marge nicht ansteigen, dennoch kann sie einen zusätzlichen Vorteil hinsichtlich der Werbeverkäufe der Agentur bieten und dieser Vorteil ist in der Tat fraglich.

Heutzutage wird immer mehr Werbe Portfolio über immer neue Werbe-Tools versteigert, ohne dabei Verhandlungen aufgrund von Volumina zu berücksichtigen. Der oben genannte Vorteil könnte der Gruppe also einige wenige Exklusiv-Verträge mit Sales Agenturen einbringen, die Auswirkungen sind allerdings nicht sonderlich bedeutend

Wie sieht es mit Daten aus?

Daten dominieren die digitale Welt zusehends, daher müssen sich Agenturen mit wesentlichen Technologie Ressourcen ausstatten, um bestehen zu können. Diesbezüglich wird die Fusion dazu führen, dass die Publicis Omnicom Gruppe zu Internet Giganten wie Google, Facebook und Yahoo aufschließen kann, aber nur wenn die Daten Überführung erfolgreich verläuft.

Der größte Vorteil in einer Fusion dieser Art liegt in der theoretisch enormen Verknüpfbarkeit der verschiedenen technologischen Vivaki Plattformen (AOD, AODV, Qsuite, benchtools, etc.). Der Investmentumfang der Plattform steigt in der Tat, dadurch dass sich die Zahl ihrer Kunden verdoppelt.

Manch einer mag denken, dass dieser neue Player am Markt durch seine starke Verhandlungsposition eine Vielzahl an Werbeinventar aufkaufen könnte, um die Werbemöglichkeiten der anderen Marktteilnehmer erheblich einzuschränken. Doch Dank neuer Technologien wie adexchanges und cloud computing ist das Inventar heutzutage deutlich volatiler als in der Vergangenheit. Das ist der Grund, warum heutzutage Innovation vor Skalierbarkeit steht, dies wird durch die Erfolge von Startups wie Criteo und RocketFuel deutlich sichtbar.

Im Grunde ist die Nachricht des Markteintritts der Publicis Omnicom Gruppe keine wirklich schlechte Nachricht für unabhängige Agenturen, solange diese weiterhin flexibel und innovativ agieren. Ihre wahre Stärke liegt darin, innovative Tools und Methoden schneller zu implementieren und durch den kürzeren Zeitraum zwischen Idee, Kreation und Umsetzung besser und effizienter arbeiten zu können. Diese Strategie ist zudem schlagkräftiger als andere.

Veröffentlicht von Caroline