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What is the metalyzer?

Gepardenforelle im Netz [Von

ftd.de, 10:38, 10.05.05]

In den Weiten des Internets ist ein neues Tier aufgetaucht: die Hommingberger Gepardenforelle. Im März war die Fischspezies weltweit noch vollkommen unbekannt, mittlerweile weist Google über 1,1 Millionen Treffer für den Begriff aus, Yahoo gut eine halbe

In freier Wildbahn wurde die Gepardenforelle allerdings noch nie gesichtet. Die Tier ist eine Schöpfung des Technikmagazins "c?t". Vor drei Wochen setzte das Blatt den Fantasiefisch als Köder ins Netz, für einen Wettbewerb zur Manipulation von Suchmaschinen wie Google, Yahoo und MSN. Gewonnen hat derjenige Computerfreak, der bis Sonntag seine Website mit technischen Tricks ganz oben auf die Trefferliste für den Suchbegriff "Hommingberger Gepardenforelle" bugsieren kann. Der Wettbewerb wirft ein Schlaglicht auf die florierende Branche, die sich selbst Suchmaschinen-Optimierer nennt. Sie profitiert von der Tatsache, dass Suchmaschinen zur wichtigsten Orientierungshilfe im Netz geworden sind. Laut einer Analyse der Marktforscher von Nielsen Netratings konsultieren rund 80 Prozent der deutschen Haushalte Google oder andere Suchmaschinen vor einer Kaufenentscheidung. Möglichst weit oben Als Dienstleister kümmern sich die Optimierer darum, dass die Websites ihrer Kunden bei Suchabfragen möglichst weit oben landen. "Das ist gerade bei E-Commerce-Plattformen als Vertriebswerkzeug gefragt", sagt Tim Ringel vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Der Leiter des Arbeitskreises Suchmaschinen-Marketing trommelt derzeit in einer Vortragsreise für die Möglichkeiten seiner Branche. Bis zu 40 Prozent Umsatzwachstum stellt er Internetverkäufern in Aussicht. Welche Ergebnisse Surfer bei ihrer Abfrage zuerst angezeigt bekommen, bestimmt jede Suchmaschine nach einem eigenen Rezept, dass eifersüchtig gehütet wird. Bei Google entscheidet unter anderem die Beliebtheit einer Seite darüber, ob sie auf der Trefferliste ganz oben landet. Gemessen wird sie an der Zahl externer Links, die auf eine bestimmte Seite verweisen. "Wir prüfen deshalb immer die Verlinkungsmöglichkeiten der Kunden-Webseite", sagt Christian Petersen, Geschäftsführer der Hamburger Agentur Eprofessional. In Kleinarbeit müssen Vertriebspartner des Kunden davon überzeugt werden, Verweise auf die Webpräsenz des Unternehmens zu setzen. Diese Arbeit macht der Dienstleister etwa für die Versicherung Hamburg-Mannheimer und das Musikportal Musicload. Von Tag zu Tag anders Mit der Garantie auf einen vorderen Platz bei Google oder anderen Such-Websites wirbt indes kaum ein Suchmaschinen-Optimierer öffentlich. "Das wäre nicht seriös, da die Suchergebnisse von Tag zu Tag variieren", sagt Tobias Ihde, Leiter des Bereichs Online-Marketing bei der Bremer Agentur Construktiv. Der Grund für die Schwankungen liegt darin, dass die Suchmaschinen ihre Bewertungskriterien ständig ändern, um Manipulationen zu erschweren und die Suchergebnisse zu verbessern. Die wenigsten der 100 Parameter, die beispielsweise Google für die Sortierung der Treffer verwendet, sind dabei öffentlich bekannt. Die Optimierer versuchen deswegen, dem Geheimnis mit eigens ausgetüftelten Testreihen im Internet auf die Schliche zu kommen. Google selbst schaut dem munteren Treiben relativ gelassen zu. "Die Relevanz einer Seite zu erhöhen macht Sinn, doch man darf die Schraube nicht überdrehen", warnt ein Google-Sprecher. Das Unternehmen hat Richtlinien aufgestellt, die den schmalen Grat zwischen tolerierter Optimierung und verbotener Manipulation definieren sollen. Wer die Grenze überschreitet, muss sogar damit rechnen, aus der Trefferliste verbannt zu werden. Rausschmiss aus dem Google-Universum Mit Konsequenzen droht Google für den Fall, dass die Popularität einer Seite künstlich geschürt wird. Dies geschieht zum Beispiel durch Verweise, die von Maschinen in großer Zahl gezielt in frei zugängliche Web-Tagebücher hineingeschrieben werden. Der Rausschmiss aus dem Google-Universum droht ebenfalls bei Nutzung von so genannten Link-Farmen. Auf diesen maschinell erzeugten Nonsens-Websites finden sich Tausende von Seiten mit beliebten Suchbegriffen, die untereinander verknüpft und verlinkt sind. Noch ganz andere Tricks werden derzeit bei der Jagd auf die Hommingberger Gepardenforelle angewandt. Den Google-Sprecher lässt das kalt. "Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das immer weitergeht."

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Gepardenforelle im Netz